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Kosmetik

Parrafinum Liquidum

Paraffinum Liquidum – Sondermüll für die Haut?

In den meisten Hautpflege- und Kosmetikprodukten kommen als Fettbestandteil Mineralöle zum Einsatz. So auch Paraffinum Liquidum. Es wird aus Roh- Erdöl destilliert.

Doch Paraffin hat keinen gesundheitlichen Mehrwert für die Haut. Produkte aus Mineralöl lassen die Haut zwar glatt und weich aussehen, doch können diese Stoffe von der Haut nicht aufgenommen werden. Sie lagern sich zwischen den Zellen als unverwertbare Substanz ein.

Das hat zur Folge, dass die Haut nach innen und außen abgeschlossen wird – sie kann nicht atmen. Auch muss das Paraffin aufwendig durch den Körper entsorgt werden. Die Zellen können es nicht als Energiequelle nutzen. Das kann längerfristig zu Unreinheiten und Faltenbildung führen und die Haut sogar austrocknen.

Mineralöle verbergen sich auf der Liste der Inhaltsstoffe unter den Namen: Mineral Oil, Petrolatum, Paraffinum Liquidum, Paraffinum Subliquidum, Cera Microcristallina, Microcrystalline Wax, Ozokerit, Ceresin oder auch Vaseline.

Die Zusammensetzung pflanzlicher Öle hingegen ähnelt der natürlichen Schutzschicht der Haut. Diese Öle sind daher sehr hautverträglich. Fette Pflanzenöle wirken auch ohne Zusatz von ätherischen Ölen reizmilderend und schützend, manche haben eine antiseptische Wirkung und sorgen für eine bessere Wundheilung.  Da sie von den Zellen auch aufgenommen werden, sind sie in der Lage, wertvolle Wirkstoffe zu den Zellkernen zu transportieren.

Pflanzenöle können entweder auf die Haut oder auch der Nahrung zugeführt werden, denn der Körper kann sie tatsächlich verstoffwechseln, egal ob innerlich oder äußerlich angewendet.

Quelle: Wikipedia

Mona Lisa

Neue EU-Kosmetikverordnung bedroht Existenz von Naturkosmetik-Herstellern und Bio-Bauern

Nach Plänen der Europäischen Kommission soll die Liste der Substanzen deklarationspflichtiger Duftstoffe von bisher 26 auf 127 erhöht werden. Für den Fall der Überschreitung bestimmter Grenzwerte ist zudem geplant, 12 weit verbreitete Duftstoffe, die Bestandteil vieler ätherischer Öle sind, auf einen Gehalt von 0,01% zu begrenzen. Für die Hersteller von Naturkosmetika könnte das im schlimmsten Fall den Verzicht auf ätherische Ölen bedeuten.

An den Kragen geht es altbewährten Duftsorten wie Rose, Eichenmoos und Citronella. Das hieße, traditionelle Parfums wie Chanel No. 5 oder Opium von Yves Saint Laurent würden vom Markt verschwinden.

Dass für den Schutz von Allergikern gesorgt wird, ist allgemein zu begrüßen, in diesem Fall aber vollkommen übertrieben. Das wäre ungefähr dasselbe, wenn von nun an Pfirsiche verboten werden, weil die Gefahr einer Allergieauslösung zu hoch ist. Da es für viele Substanzen keinen natürlichen Ersatz gibt, könnten viele Produkte nicht mehr verkauft werden. Bei Dr. Hauschka wären z.B. 70 % der Kosmetika betroffen. Kein Wunder, dass Speick die Pläne als Katastrophe bezeichnet. Uneingeschränkten Vorteil hätten dagegen konventionelle Produzenten, die es sich leisten können, in aufwändiger und teurer Prozedur synthetische Alternativen ohne Allergieverdacht zu kreieren. Auf der anderen Seite sind es gerade diese Substanzen (zumindest einige von ihnen), die Krebs und Nervenschäden hervorrufen können.

Im Rahmen eines öffentlichen Konsultationsverfahrens, welches vom 13.02.2014 bis zum 14.05.2014 dauert, haben nun sowohl Einzelpersonen als auch Verbände und Organisationen (z.B. von Verbrauchern, Ärzten oder Vertretern der Industrie) die Gelegenheit, sich öffentlich zu den Plänen der EU-Kommission zu äußern. Die Ergebnisse dieser Befragung werden in die Überlegungen der EU-Kommission eingehen, den EU-Staaten eine entsprechende Änderung der EU-Kosmetikverordnung vorzuschlagen.

Wer sich dagegen einsetzen möchte, kann dies auf „parfumo“ tun. Die Parfum-Community hat eine Online-Petition erstellt die auf Petition Parfumo unterzeichnet werden kann.