Mikroplastik in der Kosmetik Januar 21, 2014 – Posted in: Blog – Tags: , , , , ,

Nach Recherchen des NDR mischt die Kosmetikindustrie Plastikkügelchen in Peelingcremes, Duschgels und Zahnpasta. Die groben Inhaltsstoffen sollen dabei die Reinigung positiv unterstützen.
Dass die Industrie bewusst diese Mikropartikel in der Kosmetik verwendet ist uns neu.

Dieses Vorgehen ist nicht nur problematisch, sondern auch äußerst rücksichts- und verantwortungslos: Dieses Mikroplastik gelangt über die Kanalisation in die Flüsse, Seen und Meere und schließlich in das Grundwasser. Damit beginnt die gefährliche Einschleusung in die Nahrungskette. Fische fressen die Partikel in der Annahme, es handele sich um Plankton und können verhungern, da für andere Nahrung kaum mehr Platz besteht. Auch lagern sie sich im Gewebe der Tiere ab. Das ist besonders gefährlich, da diese Kügelchen Giftstoffe anziehen wie ein Magnet. So können ihnen beispielsweise Insektizide anhaften, die letztendlich durch den Verzehr der Fische oder durch das Trinkwasser in den menschlichen Körper gelangen.

Damit nicht genug. Es ist erschreckend, welche Ausmaße Kunststoffabfälle mittlerweile angenommen haben. Was fast keiner weiß: entsorgt wird der Kunststoff vor allem in den Ozeanen. Es wird kaum darüber gesprochen, dass sich in den Weltmeeren riesige Plastikinseln und Müllteppiche befinden! Mehr als sechs Millionen Tonnen Plastik bilden im Meer schwimmende Müllhalden, setzen sich auf den Meeresböden ab oder verschmutzen die Küsten. Auch hier gehen die Zahlen auseinander, einige sprechen von 18.000, andere von 46.000 Plastikteilen, die pro Quadratkilometer in den Weltmeeren schwimmen.
Es ist höchste Zeit, auf diese Problematik aufmerksam zu machen. Ein Umdenken ist notwendig! Jeder von uns hat die Möglichkeit, seinen Plastikkonsum zu reduzieren.
Achtet also auch in der Kosmetik auf die Inhaltsstoffe Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und Ethylen-Vinylacetat Copolymer. Setzt ein Zeichen und meidet Produkte mit diesen Bestandteilen!

« Neue EU-Kosmetikverordnung bedroht Existenz von Naturkosmetik-Herstellern und Bio-Bauern
Urban Cosmetics Berlin Weihnachtsgruß 2013 »