Baden – sich pflegen und dabei Energie sparen? September 29, 2022 – Gepostet auf: Blog

Sechs gute Gründe für regelmäßiges Baden

An den meisten Tagen haben wir keine Zeit ein Bad zu nehmen und uns in aller Ruhe zu pflegen. Also steigen wir schnell unter die Dusche, schrubben uns ab, sehen zu, wie “unsere Sünden” den Abfluss hinuntergespült werden, und eilen dann hinaus, um unseren Tag fortzusetzen.

Wir möchten wir euch Gründe nennen, warum es durchaus sinnvoll ist ein “royales Bad” in euer wöchentliches Programm aufzunehmen. Und dabei könnt ihr sogar Energie sparen.

 

1. Baden ist gut für das Gehirn

Natürlich tut es schon gut, in ein warmes Bad zu steigen. Vor allem zu einer Jahreszeit, wenn die Kälte Einzug hält.
Und dieses Gefühl hält tatsächlich lange an. Es kurbelt die Produktion von Serotonin an, der Stoff, der dafür sorgt, dass du dich glücklich und wohl fühlst. Und der eine wichtige Rolle bei der Regulierung deiner Stimmung, deiner Reaktion auf Stresssituationen und der allgemeinen Gesundheit deines Gehirns spielt. Es ist ein friedliches, zufriedenes Glücksgefühl, das dir dabei helfen kann, dich vor dem Schlafengehen zu entspannen. Es vermittelt aber auch ein gutes Gefühl und Selbstsicherheit, bevor du in den Tag startest.

 

2. Ihr werdet besser schlafen

Es dürfte allgemein bekannt sein, dass man bei einer kühleren Körperkerntemperatur besser schläft. Deshalb empfehlen viele Schlafmediziner in einem kühlen Raum zu schlafen oder den Thermostat nachts auf weniger als 18 Grad einzustellen.
Ein warmes Bad kann eurem Körper tatsächlich dabei helfen, diesen Effekt zu verstärken. Wenn ihr euch in einem warmen Bad tief entspannt, steigt die Körpertemperatur an. Sobald ihr das Bad verlasst, kühlt der Körper schnell wieder ab. Das fördert die Produktion und Ausschüttung von Melatonin.
Wickelt euch also nach dem Bad in ein flauschiges Handtuch ein und pflegt eure Haut mit einem feuchtigkeitbewahrendem Öl. Legt euch dann ins Bett und wartet darauf, dass der Zauber einsetzt.

 

3. Baden wirkt entzündungshemmend und immunstärkend

Wärme ist dafür bekannt, dass sie den Kreislauf ankurbelt und die Lymphe in Bewegung bringt (besonders hilfreich ist es, aus dem Bad in die kühlere Luft zu gehen, um den Abfluss der Lymphe anzuregen). Wärme beruhigt auch schmerzende oder müde Muskeln. Sie öffnet die Blutgefäße im Kreislaufsystem und in den Nasengängen und hilft Kopfschmerzen und Muskelverspannungen zu lösen.

Neben der Durchblutung und der Beruhigung von schmerzenden oder müden Muskeln hilft das Baden euren Körper schneller und effektiver zu entgiften. In medzinischen Studien heißt es, dass Tauchbäder, nicht aber Duschbäder, eine hyperthermische Wirkung haben, die den Blutfluss und die Ausscheidung von Stoffwechselschlacken anregt. Achtet darauf, nach dem Baden viel Wasser zu trinken, damit die Mineralien zirkulieren und den Körper rehydrieren können.

Link zur Studie

 

4. Baden senkt den Blutdruck

Da die Wärme des Wassers die Durchblutung und den Kreislauf anregt, sind Bäder wie ein Mini-Workout für den Körper. Ähnlich dem kalorienverbrennenden Effekt einer Sauna, wenn man 20-30 Minuten lang mit allen vier Gliedmaßen untergetaucht entspannt.
Die Universität von Oregon hat eine Studie veröffentlicht, in der festgestellt wurde, dass häufige heiße Bäder “die flussvermittelte Dilatation erhöhen, die arterielle Steifigkeit verringern, den mittleren arteriellen und diastolischen Blutdruck senken und die Intima-Media-Dicke der Halsschlagader reduzieren”. All diese tollen Effekte bringen uns zu einem weiteren erstaunlichen Grund, sich in der Wanne zu entspannen…

Link zur Studie

 

5. Baden verbrennt Kalorien

Dieselbe Studie kam zu dem Schluss, dass diese Vorteile für den Kreislauf und die Durchblutung “alle gleich oder größer sind als das, was typischerweise bei sitzenden Personen mit Bewegungstraining beobachtet wird.”

Wir sagen nicht, dass ihr baden sollten, anstatt Sport zu treiben … aber wenn der hektischer Morgen nicht genügend Zeit für ein Workout in eurer Lieblings-Yogahose lässt, nehmt vor dem Schlafengehen ein Bad, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Ihr tut eurem Körper damit etwas Gutes.

 

6. Baden spart Energie

Auf den ersten Blick scheint es so zu sein, dass Duschen energie- und wassersparender ist als Baden. Aber bevor wir alle unsere Badewannen im Namen der Sparsamkeit entsorgen, sollten wir uns ansehen, ob dies tatsächlich der Fall ist.

Eine Standard-Badewanne fasst etwa 180 Liter Wasser. Tatsächlich verbraucht ein Bad jedoch nur etwa 100 Liter, da der menschliche Körper einen Großteil dieses Wassers verdrängt – und die meisten Menschen füllen sie ohnehin nicht bis zum Rand.

Durch einen durchschnittlicher Duschkopf fließt etwa 12 Liter Wasser pro Minute, bzw. 15 Liter, wenn es sich um eine Powerdusche handelt.

Wieviel Energie verbraucht Duschen?

Bei einer 10-minütigen Dusche mit 40°C verbrauchen wir also zwischen 120 und 150 Liter Wasser und benötigen dabei zwischen 4,6 bis zu 5,76 kWh Energie, um es zu erhitzen. Einen Strompreis zwischen 36 und 52 Cent pro Kilowattstunde angenommen sind das Kosten zwischen 1,65 Euro bis knapp 3 Euro pro Dusche.

Wieviel Energie verbraucht Baden?

Ein 100-Liter-Bad benötigt 3,84 kWh Energie, um es auf 40°C zu erhitzen. Dabei fallen bei gleicher Stromkosten-Basis zwischen 1,38 Euro bis knapp 2 Euro pro Bad an.

D.h. wer gerne etwas länger unter der Dusche steht spart beim Baden sogar Energie und Kosten. Wer richtig badet pflegt die Haut, den Körper und den Geist. Und wenn ihr zu zweit badet schont ihr nicht nur die Umwelt und den Geldbeutel sondern du verbringst vielleicht einen romantischen Wellnesstag in den eigenen vier Wänden.?.

Sparschwein

Bild: Heizkörpersparschwein